Agrokulturelles Zentrum

Projektbeschreibung zur Gestaltung
und Fortführung des
,,Agrokulturellen Zentrum Reibitz”

Das Agrokulturelle Zentrum Reibitz ist in das Schullandheim Reibitz des Landkreises Nordsachsen integriert. Ab dem Wirtschaftsjahr 2012 stellt das Schullandheim Reibitz einen Betriebsbereich der Volkshochschule Nordsachsen dar. Die Volkshochschule Nordsachsen ist ein Aufgabenbereich des kommunalen Eigenbetriebes Bildungsstätten des Landkreises Nordsachsen.

Das Agrokulturelle Begegnungszentrum wird seit 1995 durch finanzielle Mittel aus der Kulturraumkasse Leipziger Land entwickelt und weiter gestaltet.

Zu diesem Zentrum gehören eine Bockwindmühle, eine Sammlung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte, ein hauswirtschaftlicher Museumsraum, ein Backhaus mit Holzfeuerbackofen, eine Spinnstube, eine Dorfschmiede, eine Sattlerstube, eine Werkstatt zum Korbflechten und Besenbinden sowie ein Kinderbauernhof.

Die unterschiedlichen Projekte wurden vor allem unter dem Aspekt der Nachvollziehbarkeit und der selbstständigen praktischen Anwendung bestimmter Ausstellungsteile durch die Besucher und Gäste entwickelt. Alte Handwerke wurden bei vielen Möglichkeiten begreiflich gemacht und können teilweise ausprobiert werden. Auf diese Weise wird Museum und Sammlung lebendig und erlebbar und es werden nachhaltige Bildungseffekte erreicht.

Die Projektangebote wurden um heidetypische Handwerke erweitert und bereichert. Eine Werkstatt zum Korbflechten und Besenbinden wurde so errichtet und inhaltlich in die Projekte integriert.

Ganz unterschiedliche Interessengruppen werden durch die Verbindung von Beherbergung, Betreuung und Betätigung innerhalb der verschiedenen Projekte erreicht und arbeiten und leben für gewisse Zeit konfliktfrei miteinander.

Unsere Einrichtung hat über die Jahre nichts an ihrer Anziehungskraft verloren. Die Wochenend- und Tageskurse wurden vielfältig nachgefragt und ausgelastet, wobei in immer stärkerem Maße festzustellen ist, dass sich der Anteil des Agrokulturellen Zentrums zur Gesamteinrichtung erhöht.

Dies widerspiegelt einerseits seine weiter wachsende Bedeutung für die Bildungsarbeit im Landkreis Nordsachsen, schlägt sich aber andererseits in steigenden Kosten nieder.

Auch für die weiteren Jahre ist eine Fortsetzung des Strukturwandels der Einrichtung zu erwarten, da sich völlig andere Interessentengruppen gewinnen lassen werden bzw. unsere Einrichtung mit ihren Angeboten nutzen. Die Nutzung des Zentrums zur Pflege ländlich bäuerlicher Traditionen ist immer mehr in den Zusammenhang mit traditionellen Lebensweisen zu sehen, die wieder belebt werden und eine aktuelle Bedeutung erhalten.